Kappungen
Bei Kappungen wird zumeist die natürliche Baumform zerstört, wodurch eine Vielzahl von negativen Entwicklungen gefördert werden kann.
- Einkürzungen beenden das Wachstum der Bäume nicht.
- Eine Wunschhöhe ist nicht dauerhaft möglich.
- Bäume werden je nach Art dichter, breiter, bruchgefährdeter oder stark zuwachsend.
- Regenerationstriebe können bei vielen Baumarten einen Höhenzuwachs von bis zu 2 Metern pro Jahr herbeiführen.
- Kappungen können zu Fäulniseintritt, Totholzbildung, Bruchgefahr, Rindenverletzungen, Wurzelschäden und Kippgefahr führen.
- Kappungen stellen in Sachen Baumwertermittlung eine Sachbeschädigung dar.
- Baumschutzverordnungen verbieten immer eine starke Kroneneinkürzung.
Zuschnitt
Für die natürliche Entwicklung des Baumes ist kein Baumschnitt nötig. Durch die unnatürliche Umgebung unserer Bäume ist ein Schnitt jedoch fast unvermeidbar. Ziel ist ein vitaler, verkehrssicherer und der Umgebung angepasster Baum.
Schnittwunden sollten je nach Baumart nur 5 bis 10 cm betragen. Je früher der Schnitt ausgeführt wird, desto geringer sind Eingriff, Aufwand und Auswirkung.
Beim Baumschnitt gilt: Lieber früher wenig, als einmal g`scheit.
Ein starker Eingriff bewirkt eine starke Reaktion.
Erziehungs- und Aufbauschnitt
Beim Erziehungs- und Aufbauschnitt soll die zukünftige Baumform beeinflusst werden. Der Baum soll an bestehende Platzverhältnisse angepasst oder Fehlentwicklungen sollen frühzeitig beseitigt werden.
Kronenauslichtung
Bei der Kronenauslichtung wird der Kronenbereich ausgedünnt.
Kronenreduktion
Bei der baumerhaltenden Kronenreduktion geht es um geringes Einkürzen des Kronenmantels.


